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Mittwoch, 8. Juni 2011

Aufregung! - - - Rückkehr? Nistplatzschau?

Heute morgen beim Frühstück: Da war doch ein Schatten am Balkon! Ich gucke (wie schon seit Wochen) ungläubig nach draußen. Und diesmal sind es keine vorbeifliegenden Spatzen. Sondern Grauschnäpper!
Grauschnäpper 2010, kurz vor dem Zug nach Süden.
Ein Pärchen fliegt abwechselnd auf das Rankgitter und auf den bekannten Ansitz im Straßenbaum gegenüber. Bei einer Zwischenlandung auf dem Zaun vor dem Haus kann ich sie zweifelsfrei identifizieren. Schnell hole ich Kamera, suche eine Speicherkarte und gehe in Position.

Samstag, 8. Januar 2011

Wie Störche Silvester feiern

Fliegender Weißstorch
Foto: NABU/S. Zibolsky;
Gerade stieß ich auf eine Seite des NABU Deutschland, wo über das Zugverhalten von Zugvögeln berichtet wird. Sechs Störche, die regelmäßig in Deutschland brüten, wurden in den letzten Jahren mit Sendern ausgestattet und seitdem kann man verfolgen, was die Tiere für beeindruckende Strecken zurücklegen. Wirklich lesenswert!!!
Zur Satellitenkarte.


Zum Reisetagebuch.

Freitag, 17. Dezember 2010

Reinecke zu Besuch

Wir haben Winter. Auch in Berlin. Die geschlossene Schneedecke wird gerade jeden Tag dicker.

Hinter unserem Haus entdeckte ich neulich eine Fährte, die ich erst einer Katze zuordnen wollte. Merkwürdig fand ich jedoch, warum die Fährte mehrfach durch Lücken im Zaun führte und nicht darüber. Wir haben frei laufende Katzen in der Nachbarschaft. Die springen aber gewöhnlich über den Zaun.
Gestern abend erzählte mir dann aufgeregt meine Frau: „Der Fuchs stand auf dem Weg!“ Sie wollte gegen 20 Uhr das Haus verlassen, als er durch das Schneegestöber schlich. Er witterte kurz und verschwand gemächlich hinter einem Mauervorsprung.
Letzte Nacht hat es nun wieder geschneit ich nutzte die Gelegenheit für ein Schneebad (mehr dazu in einem späteren Beitrag ;-). Dabei entdeckte ich die bekannten und zuvor beschriebenen Fährten wieder. Sie führten bis an die Haustür… Offenbar hat es sich Meister Reinecke in der Nacht unter den verschneiten Koniferen gemütlich gemacht. Als ich dann später über den Hof lief, tauchte er plötzlich auf! Ein stattlicher Geselle, in seinem Winterpelz. Und flitzte quer über den Hof. Inmitten der Stadt. Mal sehen, ob ich ihn in den nächsten Tagen vor die Linse bekomme…
Bis dahin bleibt nur ein Foto aus Wikipedia:
Interessanterweise informiert die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf ihrer Webpräsenz nicht nur über Wildschweine und Kaninchen in der Stadt sondern auch über Berlins Füchse.

Freitag, 8. Oktober 2010

"Fjällschweinchen" springen nicht freiwillig!

Was für eine Headline! Zuletzt schrieb ich über diese niedlichen Tiere, die wir auf unser Lappland-Wanderung wegen ihrem Aussehen Fjällschweinchen getauft hatten. Am Ende wurden wir an einer Informationstafel eines Besseren belehrt: Diese süßen Tiere sind Lemminge, mit wissenschaftlichen Namen auch als Lemmus lemmus bezeichnet. Und sie sind extrem widerstandsfähig!

 Skandinavischer Berglemming auf Tuchfühlung mit rastendenden Wanderern.
Beim Wort Lemminge fällt sicherlich vielen der Disney-Film "White Wilderness" ein, wo ein Massensuizid von Lemmingen gezeigt wird. Das diese Szene nichts mit der Realität zu tun hat, kann wer möchte hier nachlesen. Ich will vielmehr auf die faszinierenden Eigenschaften dieser süßen Tiere eingehen habe dazu ein eindrucksvolles Video gefunden:

Dienstag, 21. September 2010

Über Fjällschweinchen und orangefarbene Beeren

neugieriger Lemmus lemmus
Die Grauschnäpper waren ausgeflogen - also hieß es etwas Neues zu beobachten! Und da bot sich gleich unser Hiking-Urlaub an. Zumindest dessen Anfang (vielleicht später mehr dazu ;-). Wir machten uns diesmal auf den weiten Weg nach Lappland, genauer gesagt ins nordschwedische Fjäll (dtsch: Berge) auf. Das liegt fast am Ende der Welt, zumindest kommt es einem so vor. Dort führt der Kungsleden (dtsch: Königspfad) durch eine weitestgehend unberührte Natur.
Eines der ersten Wesen, das wir am Wegrand entdeckten, war dieses kleine süße Tier. Wir saßen auf einem Geröllhaufen und machten gerade Rast, als mich dieses "Meerschweinchen" anguckte und gleich wieder hinter einem Stein verschwand. Ich traute meinen Augen nicht, keinen Meter entfernt! Zuerst vermuteten wir es handelt sich um eine Maus- oder Rattenart. Beim Verschwinden hinter den Felsen fiel jedoch auf, das es keinen sichtbaren Schwanz besitzt. Ich aß meine Wurst weiter und da tauchte es wieder auf. Diesmal holte ich meine Kamera und bei unserer dritten Begegnung entstanden dann diese Bilder.

Dienstag, 14. September 2010

Es wird Herbst! - Wie geht es weiter?

Beim Blick aus dem Fenster wird klar: ein mit Regenwolken verhangener Himmel, immer mehr gelbe Blätter und das Ende der Brutzeiten. Es wird Herbst. Heute kamen die Baumpfleger vorbei und lichteten den Staßenbaum aus, den unsere Grauschnäpper immer als Einflugschneise nutzten:

Noch hat der Baum seine unteren Äste...

Die sind aber mittlerweile längst nach Afrika unterwegs. Bleibt abzuwarten, ob sie nächsten Sommer wieder hier landen werden. Bis dahin bleiben einerseits nur die Erinnerungen an diesen außergewöhnlichen August mit unseren Untermietern:

Der Tag, an dem das Nest verlassen wurde...
Andererseits stellte ich mir in den letzten Wochen oft die Frage: "Was wird aus diesem Blog?" - Nach langem Überlegen habe ich beschlossen, diesen Blog nicht aufzugeben oder bis auf den nächsten Sommer und vielleicht neue Nestbauer zu warten. Dafür war die Resonanz zu überwältigend und viele Leser bedankten sich bei mir persönlich für die schönen Fotos und Reportagen. Und für diese Sichtweise, einem kleinen Vogel so viel Aufmerksamkeit zu schenken. Er hat meinen Sommer reicher gemacht. Und was mich reicher macht, schafft mir Freude.

Diesen Reichtum will ich auch künftig teilen und daher wird sich das Gesicht dieses Blogs etwas verändern. Aus "nestEINBLICKE" wird "[nest] EINBLICKE". Das Nest tritt in den Hintergrund und zukünftig wird sich auf diesen Seiten in Anlehnung an die Leserseite einer großen deutschen Zeitung ein Einblick in die Dinge bieten, die "mein Leben reicher machen".

Versprechen kann ich in jedem Fall auch künftig außergewöhnliche Reportagen und Berichte und dazu faszinierende Bilder.

In diesem Sinne wünsche ich weiterhin angenehme Lektüre!

Dienstag, 17. August 2010

Rückkehrer? Kundschafter? Nestbauer?

Das Verbindungskabel zur Webcam ist seit zwei Wochen abgebaut. Die Grauschnäpper sind fort. Das Nest verlassen. Kein bekanntes Geräusch mehr. Zeit also, auch die Webcam zu demontieren. Vorher wollte ich heute morgen für einen Zeitrafferfilm noch ein paar Bilder vom zerfransten Nest machen.

nicht mehr viel übrig...
Und dann das!!! Ich sehe im Blickwinkel den alten bekannten Schatten. In Sekundenbruchteilen reagiert mein Körper, Adrenalin wird ausgeschüttet und ich drücke STRG+TAB, um das Fenster zu wechseln.